Die U-Perm gehört zu den häufigsten PLL-Fällen im CFOP und lässt sich leicht lernen, sobald du weißt, worauf du achten musst. Sie vertauscht nur drei Kantensteine der letzten Ebene, während die Ecken gelöst bleiben. Ein bereits gelöster Streifen in der oberen Ebene erleichtert das Erkennen von Ua und Ub. In dieser Anleitung erfährst du, was die U-Perm ist, wie du Ua und Ub unterscheidest, welche Algorithmen du verwenden kannst und wie du für schnellere, flüssigere Lösungen trainierst.
Was ist die U-Perm am Rubik's Cube?
Die U-Perm ist einer der ersten PLL-Fälle, die die meisten Speedcuber beim CFOP lernen. Alle vier Ecken sind hier bereits gelöst. Du musst daher nur die Kanten der oberen Ebene an die richtigen Plätze bringen. Es gibt zwei Varianten:
Das Muster ist während einer Lösung leicht zu erkennen. Meist siehst du auf einer Seite der oberen Ebene einen gelösten Streifen, während die anderen drei Kanten zyklisch ihre Plätze wechseln müssen.
| Fall |
Kantenbewegung |
Typisches Bild |
| Ua-Perm |
Zyklus im Uhrzeigersinn |
Gelöster Streifen links |
| Ub-Perm |
Zyklus gegen den Uhrzeigersinn |
Gelöster Streifen rechts |
Die meisten Cuber lernen Ua und Ub sehr früh, weil die Algorithmen kurz und leicht zu merken sind. Mit guten Fingertricks können fortgeschrittene Cuber beide Fälle in weniger als einer Sekunde ausführen.
Ua-Perm erkennen
Ua-Perm ist die Variante, bei der sich die Kanten der oberen Ebene im Uhrzeigersinn bewegen. Am einfachsten erkennst du sie, indem du nach einem gelösten Streifen suchst und verfolgst, wohin die ungelösten Kanten müssen. In den meisten Fällen siehst du:
Einen gelösten Streifen auf der linken Seite.
Drei Kanten, die sich im Uhrzeigersinn zyklisch bewegen.
Keine gelöste Vorderseite.
Prüfe nicht jeden einzelnen Aufkleber, sondern konzentriere dich auf die nötige Bewegungsrichtung der Kanten. Müssen sich die Steine nach rechts verschieben, handelt es sich gewöhnlich um Ua.
Ub-Perm erkennen
Ub-Perm sieht Ua sehr ähnlich, aber die Kanten bewegen sich in die entgegengesetzte Richtung. Sobald du Bewegungen im und gegen den Uhrzeigersinn unterscheiden kannst, erkennst du beide Fälle während der PLL deutlich leichter. Bei Ub fällt dir meist Folgendes auf:
Ein gelöster Streifen auf der rechten Seite.
Drei Kanten, die sich gegen den Uhrzeigersinn zyklisch bewegen.
Die Vorderseite ist nicht gelöst.
U-Perm lösen
Beide Varianten dieses PLL-Falls sind schnell und anfängerfreundlich. Die meisten Speedcuber verwenden Algorithmen mit M-Slice-Zügen, da diese kurz, flüssig und auch bei hoher Geschwindigkeit gut ausführbar sind.
Wenn sich M-Slice-Algorithmen noch ungewohnt anfühlen, kannst du die Drehmuster mit einem interaktiven Rubik's-Cube-Simulator leichter nachvollziehen. Werkzeuge wie CubeSolver AI ermöglichen es dir, PLL-Algorithmen zu testen, Fingerbewegungen visuell zu üben und Fälle direkt im Browser oder auf einem Mobilgerät ohne echten Würfel zu trainieren.
Ua-Perm-Algorithmus
Verwende diesen Algorithmus, wenn die Kanten im Uhrzeigersinn zyklisch ihre Plätze wechseln müssen. Halte den gelösten Streifen vor Beginn auf der linken Seite.
M2 U M U2 M' U M2
Sobald du die M-Züge sicher beherrschst, ist der Bewegungsablauf einfach. Dieser PLL-Algorithmus gehört außerdem zu den schnellsten anfängerfreundlichen Varianten, die sich zuverlässig ausführen lassen.
Ub-Perm-Algorithmus
Verwende diese Variante, wenn die Kanten gegen den Uhrzeigersinn zyklisch vertauscht werden. Halte den gelösten Streifen vor der Ausführung auf der rechten Seite.
M2 U' M U2 M' U' M2
Ub ist Ua sehr ähnlich. Deshalb lernen die meisten Cuber beide gleichzeitig. Der wesentliche Unterschied ist die Richtung von U und U'.
Tipps für schnellere U-Perms
Auch bei diesem vergleichsweise einfachen PLL-Fall können kleine Ausführungsfehler deine Lösung verlangsamen. Bessere Drehtechnik und eine sauberere Erkennung bringen gewöhnlich mehr als das Lernen neuer Algorithmen.
M-Drehungen gleichmäßiger ausführen
Die üblichen Ua- und Ub-Algorithmen verwenden M-Züge. Dabei wird die mittlere Ebene zwischen linker und rechter Seite des Würfels gedreht. Wenn diese Drehungen hakelig oder ungleichmäßig sind, wird der Algorithmus schnell langsamer. Halte die Bewegung möglichst leicht und durchgehend, statt jede Drehung einzeln zu erzwingen.
Den Fall früher erkennen
Ein häufiger Fehler ist, den Fall zu spät zu erkennen. Viele schnellere Cuber suchen schon während der letzten OLL-Züge nach dem gelösten Streifen. So können sie ohne Pause direkt mit PLL beginnen.
Ua und Ub gemeinsam trainieren
Ua und Ub verwenden sehr ähnliche Bewegungsmuster. Wenn du sie zusammen übst, erkennst du beide schneller und verwechselst sie während einer Lösung seltener.
Unnötiges Umgreifen reduzieren
Zusätzliche Handbewegungen können diese PLL stärker verlangsamen als der Algorithmus selbst. Die üblichen M-Slice-Varianten funktionieren am besten, wenn deine Hände von Anfang bis Ende in derselben Position bleiben. Greifst du während der Ausführung immer wieder um, übe den Algorithmus langsamer, bis sich die Bewegung natürlich anfühlt.
Fazit
Ua und Ub gehören zu den praktischsten PLL-Fällen, die du früh beim CFOP lernen kannst. Sobald die Erkennung automatisch abläuft und die M-Züge flüssiger werden, lassen sich beide Algorithmen mit wenig Aufwand sehr schnell ausführen. Wenn du diese Fälle sicher beherrschst, besteht der nächste Schritt meist darin, fortgeschrittenere PLLs zu lernen und die Erkennung der gesamten letzten Ebene zu beschleunigen.
Häufige Fragen zur U-Perm
Lässt sich die U-Perm ohne M-Züge lösen?
Ja. Du kannst die U-Perm mit Algorithmen auf R/U-Basis ohne M-Züge lösen. Das kann leichter sein, wenn deine Slice-Drehungen noch unsicher sind. Die gängigen Ua- und Ub-Algorithmen mit M-Slice-Zügen sind nach ausreichender Übung jedoch meist kürzer und schneller. Varianten ohne M eignen sich daher eher als vorübergehende Wahl denn als dauerhafter Ersatz.
Welche U-Perm kommt beim Lösen häufiger vor?
Ua und Ub treten beide oft bei CFOP-Lösungen auf. Deshalb solltest du sie gleich viel üben. Statt dich darauf zu konzentrieren, welche Variante häufiger ist, suche die gelöste Kante und prüfe, ob die anderen drei Kanten im oder gegen den Uhrzeigersinn zyklisch vertauscht werden müssen.
Sollte ich später fortgeschrittene U-Perm-Algorithmen lernen?
Fortgeschrittene U-Perm-Algorithmen brauchst du nur, wenn dich die üblichen M-Slice-Varianten deutlich ausbremsen. Für die meisten Cuber verbessern eine schnellere Erkennung, sauberere M-Drehungen und weniger Pausen die Zeiten stärker als der Wechsel zu einem neuen Algorithmus.
Kann U-Perm-Training das gesamte PLL-Tempo verbessern?
Ja. Die U-Perm ist kurz, häufig und einfach zu wiederholen. Damit trainierst du die PLL-Erkennung, die Kontrolle der M-Slice-Züge und den Übergang von OLL zu PLL. Versuche, die gelöste Kante schon zu erkennen, bevor deine Hände nach OLL anhalten. So kannst du mit weniger Zögern in PLL starten.